Interview

Joachim Krämer, Bereichsleiter Social Solutions gibt einen umfassenden Einblick in die Weiterentwicklung von RIOS

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Guten Tag, Jokl. Wir aus dem Marketing freuen uns, dass wir Dich für ein Interview gewinnen konnten. Als Bereichsleiter Social Solutions und langjähriger RIOS Experte hast Du RIOS schon seit der Geburt, von Version 1.0 bis zur eben erst ausgerollten Version 3.0 begleitet. Im letzten Jahr hatten wir bereits einen ausführlichen Artikel über RIOS 3.0 veröffentlicht. RIOS bekam eine neue technologische Basis, ein neues Gewand sowie neue Funktionen. Wir sind vermutlich genauso neugierig wie die RIOS-Leser und sind gespannt, wo die Reise von RIOS hingeht und welche Innovationen und Neuerungen uns in Zukunft noch erwarten werden.

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Joachim Krämer und Karolina Brunnhuber, Halvotec

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Zuerst würde ich gerne von Dir wissen, welche Funktionen und Vorteile das neue RIOS 3.0 bietet?

Mit RIOS 3.0 haben wir eine zukunftssichere Version geschaffen, die HTML5-konform entwickelt wurde. Zudem kam das neueste .NET-Framework mit ebenso neuen Controls zum Einsatz. RIOS unterstützte schon in den Vorgängerversionen eine barrierearme Nutzung, die in der Version 3.0 noch weiter ausgebaut wurde (Screenreader-Funktionalität, Braillezeile u.v.m.). Diese Optimierung ist noch nicht vollständig abgeschlossen, da ein umfangreicher Katalog, der von Spezialisten entwickelt wurde, nach und nach weiter in die Überarbeitung mit einfließt.

Feedback von Kunden

Und was war das erste Feedback von den RIOS-Kunden? Gefällt ihnen die neue Version?

Bisher war das Feedback dazu durchwegs positiv. Neben der übersichtlichen und modernen Oberfläche werden vor allem auch die neuen Funktionen, wie die aufklappbare Favoritenleiste oder die individuellen Favoriten in den Akten gelobt. Aus technischer Sicht haben wir in RIOS 3.0 eine deutliche Performance-Verbesserung beim Rendering der Seiten erzielt. 

Zudem sind wir auch in der Lage, die neuesten Controls in RIOS zu integrieren und können somit unseren Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten. Bei der Entwicklung und Anpassung der Designs haben wir sehr darauf geachtet, dass sich Kunden sofort ohne zusätzlichen Schulungsaufwand zurechtfinden können. Das bedeutet beispielsweise, dass grüne Buttons nach wie vor grün dargestellt werden und somit keine Umgewöhnung notwendig ist.

Persönliche Highlights

Welche Highlights gab es denn für Dich persönlich rund um RIOS?

Im Jahr 2015 haben wir einige Neuerungen veröffentlicht, u. a. die „Leistungsdokumentation mit LBR“ oder das Modul „Besondere Hilfen“. Diese Module haben bei den RIOS-Interessenten und -Kunden positiven Zuspruch gefunden, was sich auch in den vergangenen Webinaren mit reger Teilnahme bemerkbar machte. Weitere Verbesserungen wurden in der Kontaktverwaltung durchgeführt. 

Hier ist für mich persönlich die Schnellerfassung der Aktivitäten das Highlight, da diese genau so funktioniert, wie ich es mir auch für unser CRM wünschen würde. Grundsätzlich wird die Kontaktverwaltung aber noch weiterverbessert und bietet schon jetzt eine wesentlich bessere Übersicht über die Kontaktdaten im System. Hier haben wir auch die Akkordeon-Funktionalität implementiert, die Informationen schnell auf- und zuklappen lässt und für eine übersichtlichere Oberfläche sorgt. Besonders erfreulich für uns ist die Partnerschaft mit der STÜBER SYSTEMS GmbH,

mit deren Software DAVINCI nun auch eine umfassende Stunden- und Ressourcenverwaltung abgedeckt wird, die per Schnittstelle nun auch schon Daten zwischen den Systemen abgleichen kann. Allgemein setzten wir den Fokus unserer Arbeit vor allem auf gute und schnelle Bedienbarkeit um RIOS für unsere Kunden zu einem Instrument zu machen, dass die Arbeit erleichtert und das Ziel hat Ihnen mehr Zeit für die Arbeit mit Menschen zu geben. So haben wir im letzten Jahr beispielsweise diverse Massenbearbeitungs-Assistenten entwickelt, die Informationen per Klick automatisch in mehreren Teilnehmerakten oder Maßnahmenschreiben.

Partnerschaft mit Stüber Systems

Wo Du DAVINCI gerade angesprochen hast: Im letzten RIOS Magazin haben wir ausführlich über die Partnerschaft mit DAVINCI und der geplanten Schnittstelle berichtet. Gibt es einen Status Quo, den Du den RIOS-Lesern mitteilen möchtest?

Die erste Ausbaustufe ist fertig und bald beim ersten Kunden im Einsatz. Auch hier erhoffen wir uns aus der Kundenerfahrung wertvolles Feedback, welches wir dann natürlich auch in die weitere Entwicklung einfließen lassen.

Immer öfters erfahren wir im Marketing von Interessenten, dass ihnen RIOS empfohlen wurde – beispielsweise über fachliche Arbeitskreise. Aber auch Du hast schon ähnliche positive Gespräche geführt. Ich habe den Eindruck, dass sich RIOS mittlerweile gut in der Sozialwirtschaft etabliert hat. Was macht Ihr, um weiterhin positiv aufzufallen?

 

In der Tat, wir erhalten viele konkrete Anfragen, die beispielsweise auch in letzter Zeit gehäuft über das LBR-Thema kamen. Die Information über das Tool zur Leistungsdokumentation nach LBR hat sich scheinbar inzwischen sehr positiv verbreitet. Wir stellen unsere Qualität sicher, indem wir Prozesse regelmäßig verbessern. Zum einen wurde der Supportprozess, durch Einsatz eines neuen Fehler-Tools, professionalisiert. Zum anderen sorgen feste Release-Zyklen mit anschließender Qualitätssicherung für eine Steigerung der Qualität sowie eine höhere Transparenz. Letztendlich liefern wir eine ehrliche und qualitative Arbeit ab und arbeiten mit unseren Kunden partnerschaftlich zusammen und das spricht sich natürlich auch im Markt rum. Daneben macht ja auch ihr im Marketing so einiges, um Kunden und Interessenten stets bestmöglich zu informieren.

Umstellung RIOS Support

Zum Thema Support will ich noch mal einhaken: Vor kurzem wurde der RIOS Support umgestellt. Hattest du bisher Rückmeldungen dazu erhalten? Welche Erfahrungen hast Du bzw. die Support-Mitarbeiter seit der Umstellung gemacht?

Die neue Erfassung kommt gut bei den Kunden an. Die Gestaltung der Support-Area ist übersichtlicher und strukturierter. Dokumentationsmaterial, Webinaraufzeichnungen und weiteres Informationsmaterial lässt sich per Suchfunktion noch einfacher finden. Mit der Einführung des Bugerfassungstools schaffen wir mehr Transparenz in unserer Supportarbeit.

Nächste Entwicklungsschritte

Die Entwicklung von RIOS ist wirklich spannend. Kannst Du uns einen Einblick in die weiteren Planungen geben? Wird vielleicht schon an neuen Funktionen und Erweiterungen gebastelt?

Dieses Jahr sind wir noch am Feinschliff der LBR-Schnittstelle dran sowie der Einführung der Leistungsdokumentation bei den RIOS Kunden. Denn erst, wenn unsere Kunden mit einem Tool arbeiten, erhalten wir das wertvolle Feedback noch die ein oder andere Stellschraube zu drehen, um das Tool letztendlich perfekt zu machen. Neben dem LBR-Tool wird weiter an der Serienbrief-Funktionalität geschraubt, die Security-Funktion wird optimiert und die Startseite soll individuell nach Nutzerrolle einzustellen sein. Die Idee über eine individuelle Startseiten-Ansicht ist während des Strategieprojekts mit den Berufsförderungswerken entstanden. Mit der Funktion soll beispielsweise ein RIM nur die für sich relevanten Informationen auf der Startseite angezeigt bekommen.

Ein Ausbilder erhält dann wiederum andere Informationen, die für ihn wichtig sind. Weitere Neuerungen wird es bei dem Tool Frühwarnsystem geben, das übersichtlicher gestaltet wird, um Handlungsbedarfe noch schneller im Blick zu haben. Durch die neue Moodle-Schnittstelle, die Teilnehmerdaten von RIOS automatisch in das Lernportal überträgt, wird Zeit gespart und die doppelte Eingabe der Daten entfällt. In Planung sind u. a. Statistiken am Objekt. So wird aktuell daran gearbeitet, z.B. ein Spinnennetzdiagramm bei einem Profiling anzeigen zu lassen, eine Umsatzstatistik o. Ä. bei Kontakten zu integrieren, etc.
Wir haben viele Ideen, die wir nach und nach weiter anpacken und umsetzen werden. Regelmäßig an den Infotagen im Herbst werden aktuelle Neuerungen umfassend vorgestellt. Es lohnt sich also dabei zu sein und einen exklusiven Einblick zu erhalten. Die nächsten Infotage finden ja vom 8. bis 9. September 2016 in Rosenheim statt.

Die Begriffe Cloud und Mobile sind in aller Munde. Wie sieht es in Bezug auf RIOS aus? Werden die Themen auch in sozialen Einrichtungen diskutiert oder bei Dir?

Aktuell ist die Nachfrage mobile-fähiger Anwendungen in Bezug auf RIOS eher gering. Jedoch ist alles rund um Mobile ein strategisches Ziel, das von uns weiter verfolgt wird. Unter anderem ist eine App für die Besonderen Hilfen geplant, mit welcher Daten einfach und schnell über ein Tablet erfasst werden und automatisch in RIOS hochgeladen werden können. Die Cloud-Thematik ist ebenso ein wichtiger Bestandteil für die zukünftige Ausrichtung von Software. 

Ein besonderes Ziel hierbei ist RIOS in Zukunft über ein Cloud-Modell anbieten zu können. Aber auch eine Alternative zum SharePoint-basierten Befragungsportal wird momentan entwickelt und kann zukünftig in Microsoft Azure gehostet werden und so in sozialen Einrichtungen ohne SharePoint Installation laufen.

Nicht nur die Technik ändert sich mit der Zeit sondern auch die Anforderungen und Prozesse in der Sozialwirtschaft. Wie stellst Du sicher, dass die Entwicklung von RIOS nah an der Praxis erfolgt und dem Bedarf gerecht wird?

Wir sind in sehr enger Absprache mit unseren Kunden und treffen uns beispielsweise regelmäßig im Zuge unserer Strategieprojekte

um gemeinsam an neuen Anforderungen für Tools zu arbeiten und führen teilweise wöchentliche Statusgespräche mit unseren Kunden, die uns wertvolle Informationen liefern. Wir stehen also direkt an der Quelle und erkennen neue Entwicklungen frühzeitig. In der Vergangenheit ergaben sich dadurch auch strategische Entwicklungen, wie z.B. das LBR-Tool. Da sind wir ja schon sehr früh in Vorleistung gegangen und haben das selbständig als Modul entwickelt. Fast zwei Jahre steht dieses Modul schon zur Verfügung und seit der LBR-Ankündigung für den 1.7.2016 haben wir jetzt auch die Anfragen dazu. Natürlich wird sich auch dieses Tool mit dem Praxiseinsatz noch verändern und verbessern, aber für unsere Entwicklung haben wir bisher von allen Seiten viel Anerkennung bekommen. Das freut uns natürlich und macht Lust auf mehr…

Vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns alle sehr auf die tollen Entwicklungen, die noch kommen werden.

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